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... and so it went on...

... ich sitze am Schreibtisch... mein Hals kratzt, von innen. Scheiße Billig Tabak. An den Geschmack gewöhnt man sich. Aber ich will nicht wissen, was das für Stroh ist, das die da gehäkselt haben.

Ich drehe mir eine Zigarette... still qualmend und mahlend sitze ich da und denke eigentlich nur noch darüber nach, was ich jetzt machen soll, außer rauchen. Rauchen war schon einmal eine Beschäftigung, aber auf die Dauer doch langweilig.

 

Ich entschied mich für einen Film. Ich blätterte in meinen raubkopierten DVDs und mir stach sofort achtundzwanzig w**k5 läit0r ins Auge. Ab ins Laufwerk und ab ins Bett. Mit Kippe, allerdings der letzten.

 

Ich lag dick eingehüllt zum Monitor gedreht im Bett und verfolgte den Film tatsächlich bis zum Ende. Mahlend. Rauchend. Mit zappelnden zusammengekniffenen Augen. Der Monitor steht gute drei Meter weg und ich bin kurzsichtig.

 

Danach bin ich ziemlich erschöpft... ich versuche an das stinkende Kopfkissen zu denken... es scheint zu funk,t..vbb fv 

 

    

 

 zz

 

 

 

z

 

mein Wecker, besser Gesagt Handy weckt mich eiskalt und schrill und wahnsinnig laut direkt neben meinem Ohr. Ich darf nicht verschlafen. In meiner Angst, nicht aufzustehen, klingeln jeden Morgen drei gleiche KALTE Alarme auf der höchsten LAutstärke und vor dem Einschlafen balle ich meine Faust um das Ding und lasse es die meine paar Stunden Schlaf nicht mehr los. Meist habe ich die Hände am Kopf, wenn ich aufwache und so kommt es, dass ich mittlerweile nicht nur einen permanenten Alarm im Schädel habe, sondern ich auch nicht mehr allzu viel höre. Das erweist sich allerdings gerade in meinem Job als praktisch. Ich habe mit haufenweise redebedürftigen, sich selbst profilierenden und prahlerischen Menschen zu tun.

 

Ich stelle alle drei Alarme auf einmal aus.. ein grober Fehler. Ich drehe mich nicht um. Ich bleibe halb aufrecht, auf den Ellenbogen gestützt. Ich weiß, wenn ich mich hinlege, mich nur ein bißchen weiter zudecke, irgendetwas verände komme ich dem Einschlafen wieder näher... es wird mir zu blöd. Ich stehe auf.

 

Ich ziehe mir wiederum wild meine verschiedene Klamotten über, halbwegs farblich abgestimmt, hauptsache warm für morgens. Später würde es vermutlich warm sein. Meine Lederjacke drüber und... moment.. mein Notebook... mal eben e-Mails, ich merke, dass meine Zähne ruhiger sind, aber noch immer fühlen sie sich fremd an und wenn sich Ober- und Unterkiefer berühren erschrecke ich kurz, weil ich das Geräusch, ein fast metallisches Klicken und minimales Knirschen so deutlich höre. Ich spüre den minimalen Druck auf beide Kieferteile und ich erschrecke vor den Intensität dieser... Berührung.

 

Ich verliere mich noch immer genug in Gedanken.... ich habe wohl mindestens drei Minuten dagesessen und darüber nachgedacht.

 

Ich drehe mir eine Zigarette, was sich als schwierig erweist. Meine Hände zittern und nicht nur mein Tabak ist billig, sondern auch meine Papers.

 

Eines zerreisst beim entnehmen aus der Packung, das nächste beim Drehen, das Dritte - ich schwöre, beim zukleben.

 

Es ist Viertel nach Acht, als ich mir verdient auf dem Balkon die Kippe anstecke.

 

 

Fünf Minuten später eile ich los. 4,8 Kilometer Fußweg in knapp 40 Vierzig Minuten. 4 berechtigte Fußgängerampeln, eine abwechselnd links, rechts fußgängerwegbestückte Baustelle später bin ich da. 3 vor 9.

 

Ich bin nicht einmal erschöpft und ich hatte mir auf dem Weg am Anfang eine Kippe gedreht. Ich bin ein wenig stolz.

 

Noch vor den anderen Mitarbeitern, als Erster nach dem Häuptling. Ich drehe mir noch eine schnelle. 2 vor 9. Ich rauche schnell. Da kommen meine Mitarbeiter. Ich drücke die Kippe aus und gehe rauf. 1 vor 9.

 

Erster.

 

ZEitsprung.

 

Als letzter hocke ich in der Firma. KEin Mensch mehr da, nicht einmal der Häuptling. Er hat mir das Lager überlassen und damit die Schließmuskelgewalt. Damit ist gemeint, wenn ich nicht richtig abschließe, knüppelt er mich mit seinen ultramächtigen Muskeln nieder. Er muss oft seine Macht demonstrieren, er ist schließlicht das Stammesoberhaupt. Alle tanzen um seinen Federhut und knien und lauschen, wenn er ruft.

 

Wenn irgendwas schief läuft, bekomm meistens ich es ab. Zusätzlich bin ich nebenberuflich als Hausmeister tätig. Zusätzlich und parallel zu meinem Job und vorallem nicht extra bezahlt. Auch bin ich für den Fuhrpark des Unternehmens verantwortlich.
Fehlt etwas an Ausrüstung oder Material, wird angefragt, wieso ich mich nicht um Reparatur, Nachbestellung oder Einkauf gekümmert hätte. Bin ich nicht da, kriegen es eben Andere ab.

 

Ich bin fertig. Ich fertige das Endprodukt und liefere es via Internet aus. Ich fahre die Rechner herunter, drehe wie extra erinnert die Heizungen aus und schließe ganz sicher ab! Zum Abschied trete ich gegen die FETTE BLAUE Metalltür.

 

Ich drehe mir eine Zigarette und laufe los.

 

Die Baustelle ist seltsamerweise vollkommen fertig. Ist nur noch abgesperrt, weil dort ziemlich großflächig frischer Teer aufgetragen wurde. Ist mir egal, ich laufe drüber.
Ich spüre, dass der Teer noch warm ist und meine, an manchen Stellen sogar ein klein wenig ein zu sinken...
Kurz bleibe ich stehen und denke darüber nach - ich stehe am Rand einer um die frühe Nachmittagszeit im Industriegebiet noch gut befahrenen Straße - etwas in dieser frisch geteerten Straße mit Bordstein und Abflachung bei einer Firmeneinfahrt zu verewigen. Wie lächerlich. Wieso sollte man etwas verewigen, was Ewigkeiten her ist.

 

4 Ampeln, 4,8 km später.

 

Ich gehe in das Geschäft unter meiner Wohnung und hole das Paket ab, das für mich angekommen ist. Eher ein Brief. Eine Bestellung.
Ich steige hinauf zu meiner Wohnung und ich weiß, was das erste sein wird, was ich tue. Ich drehe mir eine Zigarette mit Schuss.

Es ist ein Kraut aus dem fernen Orient, es entspannt und pusht, es verwirrt und beängstigt. Es ist vielfältig. Ich bin meistens total fertig und kann nicht mehr atmen. Ich setze mich auf meinen Balkon und qualme. Ein paar Minuten vergehen... ich sitze stumm da und spucke ein paar Mal aus. Das ist eine eindeutige Veränderung zur Zigarette. Plötzlich merken ich, dass esm ich basht. Ich muss rein, denke ich, ich drücke die Kippe noch sorgfältig aus und stehe auf... es drehtm ich scho nordneltlich... ich kipper ei9nfach geen die Balkontür die nach innen aufgehtz und stolpere hinein... Tür zugedürckt, nicht mal verriegelt, ich lege die Kippe auf meinen SChreibtisch und falle aufs Bett...

 

Ich atme schwer, meine Beine zittern, es nimmt mich voll mict.. ich konzentriere mich, zu atmen und die Augen offen zu halten...  doch eine tiefe Müdigkeit überkommt mich... es ist als würde alles Last der Welt auf meinen Körper fallen... undendlich weich aber unendlich schwer. Ich schließe die Augen... sofort wird mein Atmen ruhiger und ich entpanne mich. Ich grinse. So lob ich mir das!

 

Ich überlege, wieso ich jetzt herumliegen sollte, wenn es mir doch eigentlich gut geht und ich jetzt so viel machen könnte. Ich spüre, dass meine Zähne wieder mahlen... das Geräusch ist deutlich zu hören, die ganze Zeit, aber nur manchmal achte ich darauf... meistens bin ich von meinen Gedanken abgelenkt.

 

Ich denke darüber nach, mir einen Kaffee zu machen... außerdem fühle ich mich schwach... ich muss etwas essen. Ich kann mich gerade nicht erinnern, was oder besser wann ich zuletzt gegessen habe. Wird wohl länger her sein.
Der Entschluss steht fest. Ich stehe auf.

Gesagt, versucht.
Ich setze mich auf und mir wird ein wenig schlecht... ich sitze schwer atmend auf der Bettkante. Erst einmal beruhigen, ruhiger atmen... Du bist entspannt, es geht Dir abgesehen von Deinem Leben gut.

 

Ich versuche aufzustehen, es funktioniert. Ich wanke langsam in die Küche. Ich wage einen Blick in den Kühlschrank. Brot... Dosenfisch... Butter. Das Brot ist mindestens zwei Wochen alt, ich schwöre. Ich schneide einfach eine dünne Scheibe ab und werfe sie in eine der Reklame-Papiertüten des Unternehmens bei dem ich arbeite. Diese Tüten eignen sich hervorragend als Komposttüten.
Ich verschlinge Brot mit Butter und Fisch und setze mir einen Kaffee auf. Haufenweise Zucker, denn Milch habe ich keine.
Doch .. Moment. Ha. Schon seit geraumer Zeit fällt mir so ein kleines Plastikfläschchen mit weißer Flüssigkeit auf, in der Kühlschranktür. Ich nehme es heraus und halte es ins Licht. Ein wenig... krümelig?... flockig. Beides.
Ich schraube den VErschlusS;vsPDFFF F Die Flasche lässt Dampf ab...
Dem Geruch nach zu urteilen habe ich eine neue Sorte Milchsäurebakterien gezüchtet, die den Ragevirus aus dem Film von heute Morgen wie nen Amöbenfurz aussehen lassen.

 

 

Ich kippe braunen Zucker in die Tasse mit dem Kaffee, ungefähr zwei Esslöffel, rühre eine Minute und schütte den Kaffee runter.

Ich dreh mir eine Zigarette mit Schuss...

25.3.11 18:53
 
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