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... a phase... a phrase.... eine Fars des Lebens

Die Zigarette zum Schuss drehend sitze ich am Schreibtisch. Zuviel Tabak. Ich klebe ein Paper an... noch ein Paper. Die Zigarette wird zum Joint.
Ich flätze mich auf meine verranzte Couch. Als ein Steißbein sanft auf den hölzernen Rohbau knallt erinnere mich, wieviele Menschen diese Couch schon durchgesessen, darauf geschlafen oder darauf gekotzt haben... ich will nicht ins Detail gehen - ich war einer derjenigen.

Doch wie viele andere Dinge in meinem Kabuff - wie es meine Mutter immer ausdrückte - huch - meine Mutter, ich habe schon lange nicht mehr das Wort Mutter im Kopf gehabt. Ich halte inne, als ich in der kleinen Seitentasche meiner löchrigen Jeans nach meinem Zippo krame. Meine Mutter,... schneidet Speck.. und schneidet mir den Finger weg... Eins zwei drei vier.......

Alte.... "Kindergedichte"... so etwas wie russisches Roulette, das unsere Mutter früher mit dem Finger und unseren Händen mit uns spielte.

Ich kriege das Zippo zu fassen und entzünde das Monster. ICh rauche vorerst still vor mich hin... es kratzt nicht einmal... weil ich vermutlich mehr von dem Orientkraut als Billigtabak beigemischt habe. Es schmeckt nur intensiv nach... Minze, Zitrone, Exotischer Frucht, Banane, Kokos. Man kann es nicht exakt definieren, aber ungefähr in der genannten Reihenfolge.

Nach 10 Minuten - wie mehrfach erlebt beginnt es zu wirken. Der Joint ist noch nicht einmal zur Hälfte geraucht.

Ich steige um, klemme den Joint zwischen linken Zeige- und Mittelfinger und balle die Hand zu einem Zylinder. Ich setze meinen Mund an die Öffnung und ziehe stark und lang, bis ich fast etwas zwischen husten und kotzen muss.

Ich halte inne, versuch, den Rauch und die durch die Öffnungen in meiner Hand beigemengte Luft solange wie möglich in der Lunge zu behalten, was auch gut geht, da die Mischung genug Atemluft enthält.
Nach gut einer halben Minute in die Luft starren und sich quälen kotze ich das bißchen Rauch das noch herauskommt ins Zimmer und huste hinterher.

Auf diese Art und Weise - ich muss nicht einmal mehr husten und ziehe noch tiefer und öfter hinterheinander ohne auszuatmen - schaffe ich noch drei "Durchgänge", bevor ich beinahe zusammenklappe. Ich sacke zusammen, asche ab, lasse den Joint im fast vollen kleinen Plastikaschenbecher liegen und diesen auf meinem Bauch stehen

Ich konzentriere mich auf mein Wohlergehen, versuche mich zu entspannen... das klappt auch schnell.. ich werde müde. Der Joint raucht mich voll... ich atme tief ein.

Es ist 19:00 Uhr. Ich setze den Joint noch einmal an, ziehe tief und das Pappmundstück wird schon ziemlich heiß. Ein zusammengerolltes Stück aus einer alten Konzertkarte, ich kann mich noch an das Konzert erinnern, als wäre es gestern gewesen... meine Mutter im Chor, dass mit Orchester und Solisten die Bach-Kantaten sangen...

Der Joint neigt sich dem Ende und der Aschestumpf auf dem Jointende fällt bald herunter. In einer sanften aber vermutlich zu unsanften Bewegung fällt die Asche herunter. In einer absolut hektischen Rettungsversuchs-Bewegung werfe ich den Aschenbecher mit all den Kippen und der Asche über mich. Ich ziehe am Joint und hinhaliere tief, bis er alle ist. Ich drücke ihn im leeren Aschenbecher aus und stehe auf, falle aber sofort in meine Position zurück.

Mein Zimmer dreht sich, die Welt dreht sich... meine Erinnerungen drehen sich. ICh hänge regungslos auf meinem abgesifften Sitzmöbel und versuche meinen Kopf zu ordnen, wenigstens aufzustehen, provisorisch sauberzumachen und dann ins Bett zu kriechen, mit Tabak, Kraut und Papers. Irgendein wertloses Buch würde ich schon finden aus dessen Deckblatt ich mir ein Mundstück basteln konnte.

Es kam jedoch anders.

Ich blieb zwar wach, schwebte aber in einer seltsamen Traumwelt. Alles war wie früher. Wenn ich mich umsah, sah ich meine alte Möbelstellung, vorallem meine alten Möbel und vorallem sah ich die Erinnerung an sie, meine Ex"frau". Ich will nicht ins Detail gehen, es war ein schrecklicher Krieg. Dennoch ist sie das Leben, das ich hatte, über das ich des Öfteren nachdenke. Diese Wohnung war vor unserer Trennung unsere kleine Zweitwohnung, meine alte Wohnung während der Ausbildung. Dahin wurde ich abgeschoben, nachdem sie sich entschieden hätte, ich behandle sie schlecht, ich sei ein Arschloch. So ist es nun einmal. Damit muss ich leben, schon lange.

Ich blinzle wild, reibe mir die Augen und reisse mich zusammen. Ich stehe auf, besser gesagt hangle mich an den zerrissenen Polstern und Bezügen meines Sofas hoch und hole die Kerrichtschaufel und den kleinen Besen. Ich kehre mehr als ordentlich, jedoch immer wieder zur Seite wegkippend und samt Dreck auf der Schaufel fast einschlafend den gesamten Weg bis zum Sofa großräumig sauber. Das dauert zwar fast eine Stunde, jedoch bin ich danach ziemlich zufrieden. Auf dem Weg zurück vom Mülleimer mache ich mir noch ein Brot mit Butter und finde ein altes eingemachtes verschlossenes Wurstglas. Ich öffne es, es "knack"t. Ein gutes Zeichen. Ivh... das Zeug wirktt stark.. ich habe Schwierighkeiten das Messer zu führen, mit dem ich dick Scheiben der würzig aber nicht schklecht riechnden Wurst, was auch immer es ist, denn der Deckel, der eintige Ort, an dem derv Titel steht ist mit einer braunen Flüssigkeit übwerströmt, die bombenfestv gewordem iast.. es füglrt sich jedoch nichtv iwe farbe ajn.

Ich belege jedejfalls mein Brot,m s0dass es drei Zentimeter Dick ist und schlinge es heftig kaufend hinunter.

einen Moment vergesse ich, sanft an meine verdrekte TKüchentheke geldhnt, dass ich total abgeschossen bin und genieße den Geschmack des Brots. Ich suche in meinem Kühlschrank nach irgendetwas trinkbarem... ich habe nichts.. natürlich nicht. Nur ein.. zwei leere Trinkgläser, die ich manchmal mit Wasser gefüllt in dein Kühlschrank stelle um ab und zu schnell ein Glas kaltes Wasser zu haben. Ich habe selten verschließbare Flaschen zuhause wel ich aus meiner Geldnot alle Pfandflschen schnll asbgebe.

IImmer wieer, auch wenn ich das Etikett mit dem so wertvbollen Stempel abreisse... ich bekomme sie immer lps und kann mir ein Bier mehr kaufen...

Diese Gläser waren auch mit Wasser gefüllt, aber ich habe sie umgeschüttet, vor ein paar wochen. Das Wasser ist dann Stück für Stück verdunstet, aus Kühlschrank und Wasser. Es Stank und stinkt herrlich.

Ich erinnere mich plötzlich an meine Cola. Die hatte ich mir vor zweieinhalb Wochen geleistet, als ich Geld bekam. Ich hatte sie ins Gefrierfach gezwängt, es waren zwei Liter.l Ich hatte suie vergessehn doch offenbar war sie nicht geplatzt.

Ich holte sie heraus, sie war natürlich steifgefroren, aber oben doch noch etwas matschig., undhatte keinen riss oder so etwas.

Ich stellte sie in mein Zimmer auf den Tisch, damitv sie langsam auftaue,.

Danach kam ich an meinem Bett vorbei, sank hinein, überlegte noch, einen Film anzusehen und schlief dann ein. Ich träumte nicht, ich sah immer wieder kurz in Horrorfilme hinein. Ich saß im besten Horror und 3D-Kino der Welt und zog mir meine Biographie auf Großleinwand rein, meine Biographie wie ich sie zu beliebigen Zeiten selbst schrieb... bis ich zu einem Punkt kam, an den ich mich besonders erinnerte.,..

es war vor gut 9 Jahren, als ich Zwischenprüfung schrieb. Schreiben sollte,. ICh saß in eben dieser Wohnung und wusste, ich müsse mitten in der Nacht mit dem Zug losfahren, auf dem Weg lernen, um 1:11 dort hoffentlich ankommen, die Nacht irgendwie zubringen und am nächsten Tag um 7:30 am Prüfungsort sein.

Ich saß damals vor meinem Notebook und surfte sinnlos im Internet, bestückte sinnlose Social Networks und Blogs mit Informationen über mich und postete Hunderte Fotos, die ich mit meiner Kamera klickte. Ich hatte sie damals von meinem Vater bekommen und nicht nur das - meine Mutter hatte geerbt, Alleinerbe unseres wohlhabenden Paten und ich bekam Equipment geschenkt. Kein Geld, weil sie dachte, ich würde es versaufen, damals schon.

Immerhin hatten sie eine recht rabaukige Jugend mit mir durchgemacht. Ich hatte früh zu rauchen begonnen, soff alsbald regelmäßig, hing am Marktplatz und verschleuderte mein Geld für Bier, Pizza und Cola für die Dorfmatratzen, um sie anfassen zu dürfen. Ich war 14, einsam und notgeil.

Ich hätte ihnen gerne sagen wollen, dass ich sie hübsch finde, sie gerne wegholen wollte, aus diesem "Milieu", so nannte ich es damals oder hätte ich - so glaube ich - genannt. Dass sie so etwas nicht mit sich machen lassen sollen und doch tat ich es auch, weil ihre belustigten Augen nicht ausdrückten.. tu es nicht, eigentlich will ich es nicht.. nur weil Du mich dafür bezahlst.. sie sagten... denke ich.. hopp, mach guck die Mumu. Noch nie eine gesehen... ja sie verspotteten mich. Sie schrie mir definitiv ins Gesicht und das nur durch ihren Blick, ich solle mich nicht so anstellen, ich sei wohl noch ziemlich feucht hinter den Ohren und sie wollte endlich weiter saufen und die Pizza, die ich bezahlt hatte werde kalt.

Plötzlich, das weckte mich aus meinen Gedanken, zog sie ihren Rock herunter und ihr Höschen und und die Strumpfhose hoch.

Zurück zu dem Erbe meines Paten. ICh bekam teures Equipment für meine Arbeit geschenkt und eine teure Kamera. All das verscheuerte ich später für wenig Geld und kaufte mir Drogen, Alkohol und einen kleinen Teil sogar für Frauen aus. Den Rest verschleuderte ich....

Ich musst packen, für die Fahrt mit dem Zug und ich musste irgendwie die Nacht überstehen. Die Cola und die Kamera mussten mit und ein Kugelschreiber natürlich. Immerhin sollte ich eine Prüfung schreiben.

Damals rauchte ich bereits mindestens drei Zigaretten pro Stunde. Wenn ich etwas zu rauchen hatte - wie auch damals - eben etwas weniger. Ich war zugedröhnt bis unter die Haarspitzen, hatte keinen Strich gelernt und war dennoch überzeugt davon, ab nächsten Tag zwischenprüfung zu schreiben. Ich war gut in meinem Job und ich wollte niemanden entäuschen, sondern alle und mich selbst überraschen.

Als ich so darüber nachdachte... bzw all das vor meinem inneren Auge, in meinem Kopf, in meinem wirren "Traum" sah,....

zZzz

z

zz
Z

wachte ich auf.

30.3.11 20:06


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